Menomorphosen – ein Interview mit Jule Ronstedt
Die Lebensmitte ist kein leiser Übergang. Sie ist spürbar, fordernd – und für viele Frauen ein echter Wendepunkt. Körperlich, emotional und gesellschaftlich. In unserer aktuellen Podcastfolge dürfen wir eine besondere Gästin begrüßen: Jule Ronstedt.
Die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin hat mit ihrem ersten Buch „Menomorphosen“ einen Raum geschaffen für genau diese Phase des Umbruchs. Darin erzählt sie die Geschichten von Frauen, die sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befinden – ehrlich, vielschichtig und berührend.
Im Gespräch mit Pernille und mir wird schnell klar: Die Lebensmitte ist weit mehr als nur eine hormonelle Veränderung. Sie ist eine Zeit der Neuorientierung. Alte Rollen beginnen zu bröckeln, Sicherheiten geraten ins Wanken – und gleichzeitig entsteht etwas Neues.
Was dieses Neue sein kann, darüber sprechen wir in dieser Folge.
Es geht um die Frage, wie wir uns selbst in dieser Phase gut begleiten können. Wie wir lernen, den eigenen Körper nicht nur als „Problemzone“, sondern als wichtigen Signalgeber zu verstehen. Und wie wir wieder in Kontakt kommen mit dem, was uns wirklich entspricht.
Ein zentrales Thema ist dabei die Kraft von Vorbildern. Geschichten wie die in „Menomorphosen“ können hier eine wichtige Rolle spielen: Sie machen Mut, öffnen Perspektiven und zeigen, dass wir mit unseren Erfahrungen nicht allein sind.
Gleichzeitig werfen wir auch einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Strukturen. Denn viele Herausforderungen, die Frauen in der Menopause erleben, sind nicht nur individuell, sondern auch systemisch geprägt. Erwartungen an Leistungsfähigkeit, Jugendlichkeit und Anpassung wirken oft subtil – und können den Druck erhöhen, gerade dann „weiter zu funktionieren“, wenn eigentlich ein Innehalten notwendig wäre.
Die Folge lädt dazu ein, diese Phase nicht nur als Verlust zu sehen, sondern auch als Chance:
- alte Muster zu hinterfragen
- neue Prioritäten zu setzen
- sich selbst auf eine tiefere Weise kennenzulernen
Eine besondere Verbindung zu Jule Ronstedt entstand für uns auch deshalb, weil ihr Buchtitel „Menomorphosen“ den Plural unseres geschützten Namens „Menomorphose“ trägt – und wir genau darin die Chance gesehen haben, miteinander in den Dialog zu gehen und zu zeigen, wie kraftvoll, wertschätzend und kooperativ Frauen einander begegnen können.
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